Ascent/Descent

Industriedesign
3 Semester
Design Lab
Aufgabenstellung: 
Wie kann man das Zuhause der Zukunft gesünder und lebenswerter gestalten?

Sonnenlicht ist überlebensnotwendig, nicht nur für uns Menschen. Ohne Sonnenlicht gäbe es keine Photosynthese und damit kein Leben auf der Erde. Licht beeinflusst unsere Stimmung - so fällt an einem sonnigen Morgen das Aufstehen leichter und im Winter möchte man jeden Sonnenstrahl einfangen, wenn man schon den ganzen Tag in geschlossenen Räumen verbringt.

Abgesehen von der biologischen Wirkung fasziniert Licht im Allgemeinen die Menschen seit Jahrtausenden. In jeder Religion hat das Licht eine große symbolische Bedeutung und Anziehungskraft. So war früher das Lagerfeuer, dann die Kochstelle, der zentrale Treffpunkt für Familie und Freunde.

Das Tageslicht mit einer Art Lagerfeuer zu verbinden, war das Ziel in diesem Projekt.

Ascent/Descent ist eine Leuchte, die den Lauf der Sonne und des Sonnenlichts nachahmt, um den natürlichen Biorhythmus und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern.

Gerade im Winer leidet man oft unter Müdigkeit oder sogar Winterdepression, ausgelöst durch zu wenig Licht. Mit dem richtigen Kunstlicht kann man dem entgegenwirken.

Ein bläuliches, kaltweißes Licht, das von einer großflächigen Quellen oberhalb des menschlichen Auges ausgeht, unterdrückt am Morgen die Melatoninproduktion (Schlafhormon) und fördert die Serotoninproduktion („Glückshormon“), vergleichbar mit der Mittagssonne. 

Am Abend hilft ein rötliches warmweißes Licht dem Körper zu Ruhe zu kommen, da der Melatoninspiegel wieder ansteigt.

Diese natürlichen Gegebenheiten greift der Entwurf Ascent/Descent in einer Form auf, die dazu einlädt sich um das Objekt zu versammeln und wie um ein Lagerfeuer oder ein Kamin herum sich zu entspannen und zu unterhalten. 

Durch das Zusammenspiel von zwei optischen Linsen entsteht je nach Position des Schirms unterschiedliche Lichtkegel. An der untersten Position ergibt sich ein stark gebündelter warmweißer Lichtkegel. Je weiter der Schirm nach oben wandert, desto stärker wird der Lichtstrahl gestreut und das Licht wechselt zu einem kaltweißen Ton, das durch die Decke eine großflächige indirekte Beleuchtung ermöglicht.

Die Position des Schirms lässt sich stufenlos per Hand einstellen. In dem Stab läuft die Linsenaufhängung um ein weiteres Rohr in dem per Seilzug das Gegengewicht hängt.